Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for Januar 2010

Die Reconquista

Die Reconquista

Wir schreiben das Jahr 710 …

Vor den Spaniern, den Kastiliern und auch vor den Mauren herrschten die Westgoten über die Iberische Halbinsel und würden dies vielleicht auch heute noch tun, wenn sich Graf Julian – so die Sage – nicht darüber erbost hätte, dass König Roderich seine Tochter Florinda zu seiner Mätresse gemacht hatte. Graf Julian hatte seinen Augenstern an dessen Hof geschickt, weil sie dort ihre Bildung vervollkommnen sollte. Eines Tages entdeckte König Roderich das schöne Kind, als es in aller Unschuld ein Bad im Tajo nahm, verliebte sich in sie und machte sie zu seiner Geliebten. In seiner grenzenlosen Wut wandte sich Graf Julian an Táriq, den muslimischen Statthalter von Tanger, und bewog ihn, in Kastilien einzufallen. Schon auf seinem ersten Eroberungsfeldzug in dem ebenso reichen wie verwundbaren Land war Táriq ibn Ziyad mit seinen rund 7000 Mann (überwiegend Berber) mehr als erfolgreich, so dass er auf der iberischen Halbinsel immer ausgedehntere Feldzüge unternahm. In den nächsten fünf Jahren (711-716) machten sich er und Musa ibn Nusayr mit ihren Heeren die ganze Iberische Halbinsel untertan und gaben ihr den klangvollen Namen „Al-Andalus“.
Der Vorstoß der Mauren in Europa wurde 732 in Frankreich durch Karl Martell in der Schlacht bei Tours und Poitiers beendet.
Schon wenige Jahre später begann eine Gegenbewegung, Reconquista (Rückeroberung) genannt, während der die Kastilier (und die Portugiesen) ihr Land Stück um Stück von den Mauren zurückeroberten.

Die Reconquista lässt sich in drei Phasen unterteilen:

1. Phase 718-1084

Beginnend 718 mit der christlichen Rebellion in Asturien – und endend 1085 mit der Rückeroberung von Toledo.
Die berühmteste Schlacht in dieser Zeit war wohl die „Schlacht von Clavijo“. Angeblich fand sie im Mai 844 in der Nähe von Clavijo zwischen dem Heer von Ramiro I. von Asturien und dem des Emirs Abd ar-Rahman II statt. Der Sage nach hat Ramiro in dieser Schlacht gesiegt; neuere Forschungen bezweifeln dies. Einer Legende aus dem 12. Jahrhundert nach erschien der Heilige Jakobus (Santiago) bei dieser Schlacht auf einem weißen Schimmel und verhalf den Christen zum Sieg. Jakobus erhielt später den Beinamen „Matamoros“ (Maurentöter) und verdankt seinen Status als spanischem Nationalheiligen auch dieser Schlacht. Er wurde zur Integrationsfigur des christlichen Spaniens. Zentrum des Kults um seine Figur wurde sein Grab in Santiago de Compostela.

2. Phase 1086-1212

Nach der Eroberung Toledos sahen die Mauren sich in ihrer Existenz bedroht und riefen die nordafrikanische Berberdynastie der „Almoraviden“ ins Land, welche in der Tat weitere Rückeroberungen verhindern konnten – und sich dafür an die Machtspitze von Al-Andalus setzten. In dieser Phase wurden die Auseinandersetzungen mehr und mehr zu einem Religionskrieg – auch für die Christen. Ritterorden nach dem Vorbild der Tempelritter wie der Santiagoorden wurden gegründet; die Päpste riefen zum „Kreuzzug“ gegen die Mauren auf. Auch der spanische Volksheld „El Cid“ (1043-1099) gehört in diese Zeit.
Bemerkenswert ist, dass in dieser Zeit viele wirtschaftliche und persönliche Verbindungen zwischen den Mauren und Christen bestanden. So entstammten zum Beispiel die früheren Könige von Navarra den Familien Banu Qasi und Tudela.
Der Wendepunkt trat im Jahre 1212 ein, als es bei Navas de Toloso (Provinz Jaén) zu einer entscheidenden Schlacht zwischen Christen und Muslimen kam, einer Schlacht, die man als die größte des Mittelalters bezeichnet. Ein Bündnis aus Kastilien, Aragón und Leon unter Alfonso VIII konnte die maurischen Almohaden (Nachfolger der Almoraviden) unter dem Kalifen Muhammad an-Nasir besiegen und strafte damit den Ruf der Unbesiegbarkeit der Almohaden Lügen.

3. Phase 1213-1492

In den nächsten Jahren fielen 1236 Córdoba, 1248 Sevilla und 1261 Cádiz an die Christen zurück. Nach der Eroberung Murcias (1265) blieb den Mauren nur noch das Emirat von Granada als kastillischer Vasallenstaat, ein Emirat, das sich immerhin noch bis Malaga hinunterzog.
In meinem historischen Roman „Die Maurin“ beschreibe ich – verwoben in die Geschichte (der fiktiven) Zahra as-Sulamis und ihrer Familie – die letzten, besonders harten Jahre der Reconquista von 1478 bis 1492. Um den Lesern meines Romans nicht die Spannung zu nehmen, muss ich an dieser Stelle leider mit dem Erzählen aufhören….

Read Full Post »

Die Alhambra

Zur Einstimmung für meinen Roman "Die Maurin"

Die Alhambra von Granda ist einer der wichtigsten Handlungsorte meines neues neuen Romans „Die Maurin“.

Beim nächsten Posting gibt es weitere Infos zur Alhambra.

Herzliche Grüße

Lea

P.S.: Mit einem Klick auf das Bild könnt ihr es vergrößern!

Read Full Post »

Der Countdown läuft

Der Startschuss bei Herzgedanke ist gefallen: ab heute kann man sich zur Leserunde anmelden – und Bücher gewinnen! Schnell hin zu Herzgedanke

Viel Glück für die Verlosung!

Read Full Post »

Wie Melli mir eben mitgeteilt hat, beginnt die Leserunde mit Autorenbegleitung von meinem neuen Roman „Die Maurin“ bei der „Buchcouch“ am 22.02.2010! Wer noch mitmachen möchte, setzt sich am besten mit der Buchcouch direkt in Verbindung. Hier der Link!

Dabei könnt Ihr mir alle Fragen stellen, die Euch nur einfallen.

Ich freue mich schon sehr auf Euch!

Herzliche Grüße

Lea

Read Full Post »

Mitsamt meinem (chaotischen) Arbeitsplatz bin ich jetzt auch bei Leander’s „Ich mach‘ was mit Büchern“ zu sehen – und auch ein neues Interview ist dort mit dabei. Wer reinsehen möchte, HIER ist der Link.

Herzlichen Dank Leander!

Und allen anderen: Viel Spaß beim Lesen!

Übrigens: Leander sucht immer wieder Buchschaffende für diese Seite! Meldet Euch bei ihm!

Read Full Post »